Eine Einrichtung
in Trägerschaft der
Salesianer Don Boscos
Slogan "Damit das Leben junge Menschen gelingt."

Wie kein Strom…??

Veröffentlicht am: 22. Juni 2021

Sannerz/Benediktbeuern - „Was ein Schreck, es gibt kein WLAN, keinen Strom, kein Wasser und keine „normale“ Toilette. Da fahre ich nicht hin.“ So könnte man die Begeisterung der Jungs der Gruppen Moglia und Turin (1) zusammenfassen. Geplant war eine erlebnispädagogische Freizeit nach Benediktbeuern. Aufgrund der anhaltenden Pandemie waren in der dort angesiedelten Don Bosco Einrichtung vom Kloster Benediktbeuern noch einige Zimmer frei. Doch bevor es in das Kloster ging, sollte es in die autarke Hütte des Umweltzentrums gehen.

Am Freitag, den 21.05.2021, ging es los. Nach langer Fahrt in der Selbstversorgerhütte im Ort Altjoch angekommen, führte uns Florian S. (Flo), Mitarbeiter und Erlebnispädagoge vom Zentrum für Umwelt und Kultur, in die Begebenheiten vor Ort ein. Neuland für einige bzw. alle war die Rindenmulchtoilette. Nachdem der erste Schock verdaut war, ließen wir den Abend am Lagerfeuer mit Pizza ausklingen.

Wanderung zur Sonnenspitze

Die Jugendlichen starteten ihren ersten Morgen des erlebnispädagogischen Wochenendes in Benediktbeuern mit einer Wanderung zur Sonnenspitze.

Am ersten gemeinsamen Morgen ging es in die Berge. Bezwungen werden sollte die Sonnenspitze (1300m). Wieder stand den Jungs das Entsetzen ins Gesicht geschrieben: „Wie, da hoch sollen wir??“ Es ging über Stock und Stein durch knöcheltiefen Matsch. Körperlich und mental am Ende (das betraf hauptsächlich die Betreuer), erreichten wir nach ca. vier Stunden den Gipfel. Der Aufstieg hatte sich jedoch gelohnt. Es bot sich uns ein herrlicher Anblick über den Kochelsee. Der Abstieg war nicht weniger anstrengend. Kaputt und hungrig wurde abends noch der Grill angeworfen. Beim Essen wurde anschließend das Erlebte noch reflektiert, bevor dann jeder müde frühzeitig ins Bett fiel.

Via SUP über den Kochelsee

Am nächsten Morgen sollte noch der See bewältigt werden. Alle begaben sich in die  Neoprenanzüge und machten sich auf die SUPs oder in die Kanus. Nach einer kurzen Anleitung durch Flo ging es auf den kalten Kochelsee. Da viele schon Kontakt mit dem Wasser hatten, durften die Mutigsten noch einen Sprung ins Wasser von einem Felsvorsprung wagen. Abends ging es für die letzte Übernachtung in das schöne Kloster Benediktbeuern. In diesem Zuge ist zu erwähnen, dass das ZUK unser Projekt gefördert und finanziert hat. An dieser Stelle: Vielen Dank dafür. Nach einem gemeinsamen Spaziergang durch Benediktbeuern aßen wir zum Abschluss des Wochenendes noch ein Eis. Auch an diesem Abend ging es zeitig ins Bett, da am nächsten Tag die Rückreise anstand.

Benedikt Hartmann, Geschäftsführer vom Zentrum für Umwelt und Kultur Benediktbeuern besuchte uns beim Frühstück am nächsten Morgen, da er einige der Jungs noch persönlich aus seiner Zeit in Sannerz kannte. Danach wurde der Gruppenbus beladen und wir machten uns wieder auf den Heimweg. Auf Gruppe angekommen erwartete uns ein stattliches Festmahl, welches gemeinsam verzehrt wurde.

Alles in allem kann man sagen, dass die Freizeit ein voller Erfolg war. Die Jungs waren trotz aller Bedenken zu Anfang am Ende begeistert und schlugen direkt vor, das Wochenende nächstes Jahr zu wiederholen. Auch von Betreuerseite kann das erlebnispädagogische Wochenende gerne wiederholt werden, da die Jungs toll mitgezogen haben.

Celine Kiesgen, Rainer Molitor, Tom Grätsch